Friday, 15 December 2017
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Meine Malweise

Diese Seite ist für alle gedacht, die mir beim Malen gerne einmal über die Schulter schauen wollen. Hier zeige ich Euch an Hand von Beispielen, wie ich ein Bild plane, vorbereite und schließlich fertigstelle. Solltet Ihr Fragen haben, schreibt mir einfach eine mail – wenn ich kann, helfe ich gerne.

Januar 2011

Yosemite Valley

Wichtig bei jedem Motiv ist am besten ein eigenes Foto als Vorlage, das gut ausgeleuchtet und hochauflösend ist. Wenn Ihr eine Vorlage aus dem Internet favorisiert, dann solltet Ihr aus urheberrechtlichen Gründen auf alle Fälle eine schriftliche Genehmigung des Eigentümers einholen.

Meine Vorlage für dieses Bild: Ein Foto, dass mein Schwiegersohn im Jahre 2008 während unseres gemeinsamen Urlaubs in den USA (Kalifornien) auf der Fahrt in das Yosemite Valley geschossen hat.

Originalfoto:

Material:

Leinwand – 60 x 50

Farben: weiß, gelb, grün, blau, schwarz, braun, ocker

Zu Beginn male ich mit 3 Gessos (Aryl-Farben) in schwarz, grau und weiß das Motiv vor. Es müssen nicht alle Details vorgemalt werden, denn anschließend wird ja die Ölfarbe das allermeiste wieder verdecken.  Aber mit möglichst vielen Einzelheiten, denn so kann ich später keine gravierenden Fehler in der Bildplanung machen und weiß wo was im Bild platziert ist..

Und das schaut dann so aus: (Vorbereitung)

Bild 1

Dann muss die Arylfarbe vollständig trocken, was ca. 30 Minuten dauert.

Als nächstes wird auf den unteren Bereich der Leinwand eine sehr dünne Schicht  Transparent-Verdünner aufgetragen und im Bereich des Himmels einen weissen Verdünner – aber wirklich beides nur sehr wenig. Diese Grundierungen dienen dazu, dass die Farben leicht auf die Leinwand aufgebracht werden können und sich leichter miteinander vermischen lassen. Danach muss zügig weitergearbeitet werden, denn beim gesamten Malvorgang sollte dieser Verdünner nicht trocknen!

Himmel: (Beginn mit Ölfarben)

Im Foto ist zu sehen, dass der Himmel oben blau ist und zum Horizont immer heller wird. Also Blau auf den 2 Zoll Pinsel und mit kreuzweisem Auftrag die Farbe von oben nach unten aufbringen und dabei einen weichen Übergang herstellen. Bei Bedarf können noch einigen Wolken mit weiß oder auch anderen Farben eingefügt werden – wie in meinem Beispiel einige schräg nach oben verlaufende Fadenwolken - je nach Geschmack

Bild 2


Und nun arbeite ich mich im Bild von hinten nach vorne – eine Schicht nach der anderen:

-blaue berge ganz hinten

-Tannen hinterste Reihe davor

-Tannen 2.Reihe davor

-Buschreihe vor den Tannen mit Highlights

-Ufer hinten links und rechts andeuten

-Baumstämme mit Ästen in der Mitte des Bildes mit dem Schriftenpinsel

-Buschreihe in der Mitte des Bildes davor

-Büsche durch Highlights formen

Bild 3



-Tannen und Kiefern im mittleren Bereich des Bildes links und rechts mit dem Hintergrundblattwerk vorbereiten

-dann mit Highlights versehen und Nadeln andeuten

-Büsche und kleine Bäume im Mittelteil des Bildes links und rechts weiter mit Highlights formen

-zunächst Stämme und Äste mit dem Schriftenpinsel und danach mit Highlights versehen

-einen 2.Uferbereich links einfügen

Bild 4

-fertigstellen des Uferbereichs links (heller Bereich) und rechts (Schattenbereich)

-den Fluss mit seiner Grundfarbe (grün-bräunlich) versehen – dabei sollen die Steine am Grund noch leicht durchscheinen

-den Fluss in der Mitte mit blau und weiß aufhellen

-die Ufersteine lt.Vormalung mit der Grundfarbe (braun mit schwarz) formen

Bild 5



-dann nach und nach von hinten (klein) nach vorne (größer) die Flusssteine formen und gestalten und mit Highlights versehen

-Büsche links und rechts die in das Bild ragen

-als letztes das Wasser mit seinen Spiegelungen in der Mitte fertig gestalten

-einige Tupfer hier und da und schon ist das Bild fertig

-keine Bange es sind künstlerische Freiheiten erlaubt, denn das Bild muss nicht zu 100% identisch mit dem Original sein. Ich habe festgestellt, dass ich so Manches mit Pinsel und Farbe nicht so darstellen kann, wie es die Natur vorgibt. Manches können wir auch "schönen "und oder hinzufügen - es ist erlaubt was gefällt, dass kann man dann mit der künstlerischen Freiheit erklären Zwinkernd

-zum Schluß signiere ich das Werk noch und notiere (z.b. auf der Rückseite) das Datum

-das Ergebnis seht Ihr nun zum Schluß

Bild 6


Ich hoffe, ich konnte Euch einen Einblick in meine Art zu malen geben.

Noch einmal mein Angebot. Solltet Ihr Fragen haben, schreibt mir  einfach eine Mail – wenn ich kann, helfe ich gerne.

Wolfgang Graue